„Madame Inflation“

Die Fehleinschätzungen der EZB-Chefin

GoldGeldWelt Redaktion - 03.12.2021

Die wohl größte Geldschöpferin in der Geschichte ist die derzeit amtierende EZB-Chefin Christine Lagarde. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) mittlerweile eine Bilanzsumme von acht Billionen Euro überschritten. Allein letzte Woche wurde eine Rekordsumme von 8,38 Millionen Euro erreicht. Mit dem Beginn der Covid-19 Krise ist sie in nur 21 Monaten auf über 3,6 Billionen Euro emporgeschnellt.

Lagarde ist gerade zwei Jahre im Amt, während die EZB statistisch monatlich 171 Euro in den Markt pumpt. Täglich etwa 5,7 Milliarden.

Mittlerweile räumt EZB-Chefin Lagarde ein, die Inflation würde länger hoch bleiben. Ein baldiges Sinken der Preise hatte Sie noch im Oktober angekündigt. Gegenmaßnahmen sind aus ihrer Sicht nicht geplant.

Seit Monaten redet die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, die steigende Inflation schön. Dabei lag die Rate in Deutschland bei stattlichen 4,1 Prozent. So hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Dieser Wert erreichte im Oktober auch den gesamt europäischen Raum, zwischenzeitlich lag die Inflationsrate in Deutschland bei 4,5 Prozent. Inflationsspitzen, wie zuletzt 1993 wurden dabei deutlich überschritten.

Die fünf Prozent Marke wurde 1992 erreicht und sollte nach aller Wahrscheinlichkeit bald überschritten werden. Eine Rate von 6,3 Prozent käme der Rate der Ölkrise von 1981 gleich. Dieser Prozentsatz kann nicht mehr ausgeschlossen werden. Die These, wir hätten es mit einem „vorübergehenden“, „kurzfristigen“ und auf „Sondereffekten“ beruhenden Phänomen zu tun, vertritt mittlerweile nicht einmal mehr Lagarde selbst.

Noch im Oktober behauptete Lagarde, die Inflationsrate in Europa würde schnell wieder fallen. "Einige Einflussfaktoren dürften bald wieder verschwinden, etwa die preistreibenden Effekte, die sich aus gestörten Lieferketten ergeben oder aus der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung in Deutschland", so Lagarde wörtlich.

Lediglich einen Monat später gestand sie in einer Anhörung im Europaparlament ein, der Rückgang würde länger dauern, als ursprünglich gedacht. Die Einschätzung auf eine tendenzielle Abschwächung der Inflation für 2022 entnimmt sie dabei den Preisen für Futures. Diese deuten, so Lagarde, auf eine spürbare Entspannung bei den Energiepreisen für das erste Halbjahr 2022 hin.

Allerdings lässt die EZB-Chefin noch eine Hintertür offen: "Wenn die Energiepreise weiter steigen oder die Versorgungsengpässe fortbestehen, könnte die Inflation länger hoch bleiben, als wir derzeit erwarten." Alles in allem gäbe es bislang jedoch keinerlei Anzeichen für Maßnahmen, die die Inflationsentwicklung bremsen sollen.

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