11 Fakten, die jeder Rohstoff-Anleger über Zink wissen sollte

GoldGeldWelt Redaktion - 21.10.2016

Zink ist eines der wichtigsten Industriemetalle und gehört anhand der Preisentwicklung 2016 bisher zu den Top-Performern unter den Metallen. Eine neue Infografik von Visual Capitalist zeigt nicht nur historische und aktuelle Einsatzmöglichkeiten für Zink, sie thematisiert auch das (kommende) Angebotsdefizit: Ein Grund, warum ich neben hauptsächlich Edelmetallanlagen, Zink als gute Möglichkeit zur Diversifikation sehe.

Fakten über Zink

Der weltweite Zinkmarkt umfasst $34 Mrd. pro Jahr. Für das viert-meist genutze Metall der Welt scheint diese Zahl bescheiden, ist jedoch größer als der Silber- und Platinmarkt kombiniert. Menschen begannen in der Geschichte erst wesentlich später mit der Verarbeitung von Zink, als mit der von anderen Metallen wie Kupfer uns Eisen. Trotzdem war Zink schon in der Antike ein wichtiges Metall. Zink-haltige Kupferlegierungen wurden schon früh in der Geschichte für Waffen, Rüstungen, Gebrauchsgegenstände, Münzen Ornamente und Schmuck verwendet.

Auch heute noch wird Zink für viele Legierungen verwendet, um z.B. korrosionsresistente metallische Gegenstände, Musikinstrumente und vieles mehr herzustellen. Der italienische Physiker Alessandro Volta nutze Zink und Kupferelektroden für den Bau der ersten Batterie der Welt.

Zink ist bis heute Bestandteil bestimmter Batterietechniken

Die Galvanik ist mit 50% des Zinkverbrauches das bedeutendste Anwendungsgebiet für das Metall. Beim Bau von Schiffen, Brücken und Wolkenkratzern werden vielfach Opferandoden aus Zink eingesetzt, um die Hauptsubstanz vor Korrosion zu schützen.

China ist weltweit sowohl größter Produzent als auch größter Verbraucher von Zink. Im Jahr 2015 kamen 37% der weltweiten Zinkproduktion aus China. Im selben Jahr verbrauchte das Reich der Mitte allerdings 47% des weltweiten Angebotes.

Große Minen stellen die Produktion ein. Allein in China wurden 2016 schon 26 Blei- und Zinkminen aus ökologischen Gründen stillgelegt. Währenddessen wurden Irlands Lisheen Mine und Australiens Century Mine nach Erschöpfung der Ressourcen geschlossen. Ein zunehmendes Angebotsdefizit könnte maßgeblich für den gestiegenen Zinkpreis im Jahr 2016 verantwortlich sein. Weltweite Zink-Lagerbestände haben sich seit dem Jahr 2013 mehr als halbiert (LME Zink-Warenhaus). Zink zeigte im Jahr 2016 bislang eine der besten Preissteigerungen aller Metalle (+35% in USD).

Antizyklisch in Zink investieren

Rohstoffpreise entwickeln sich meist in großen, mehrjährigen Marktzyklen. Während z.B. Lithium, Zink und Silber 2016 schon sehr gut performed haben, schwächeln andere Metalle wie Uran und Kupfer noch deutlich. Geht man bei Zink von einer stagnierenden bis steigenden Nachfrage (vor allem aus China) aus, könnte das Angebotsdefizit den Zinkpreis in den nächsten Jahren deutlich steigen lassen.

Da wir wir vor allem bei börsengelisteten, zinkproduzierenden Rohstoffunternehmen in den letzten Jahren starke Kursrückgänge sehen konnten (die heftiger waren als der Preisabfall des Rohstoffes selbst), halte ich es für eine gute Idee, neben einer starken Allokation im Edelmetallsektor auch Basismetalle wie Zink und sonstige Rohstoffe unter die Lupe zu nehmen um das Edelmetallportfolio zu diversifizieren und trotzdem antizyklisch zu agieren.

Ich selbst besitze momentan nur Anteile eines einzigen Zink-Explorationsunternehmens, werde den Markt aber im Auge behalten. Alle meine Anlagen halte ich über mehrere Jahre.

Quelle:

Visual Capitalist (Okt. 2016): Infographic: 11 Things Every Metal Investor Needs to Know About Zink.

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