Vereinfachte Kapitalbeschaffung für Startups

Capital Connect: Was macht JP Morgans Fundraising Plattform so besonders?

GoldGeldWelt Redaktion - 21.10.2022

Die US Investmentbank JP Morgan hat eine Fundraising Plattform gestartet. „Capital Connect“ soll Startups und Gründer mit Risikokapitalgebern verbinden.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters will J.P. Morgan mit Capital Connect eine „gründerfreundliche Marke im Silicon Valley“ aufbauen. Die Investmentbank will offenbar stärker in den Bereich der nicht börsennotierten Assets expandieren. Capital Connect soll den Finanzierungsbedarf von Startups bereits von der Frühphase an decken.

Kontakte, Kommunikation und Sekundärmarkt

Wie Reuters weiter berichtet, können Gründer auf der Plattform verschiedene Funktionen nutzen. So können sich Startups Investoren vorstellen lassen, Anteile an ihrem Unternehmen auf einem Sekundärmarkt handeln lassen und virtuelle Datenräume einrichten.

Mit der Leitung von Capital Connect ist Michael Elanjian, Head of Digital Investment Banking and Digital Private Markets bei JP Morgan betraut. Elanjian zufolge will die Plattform eine zentrale Anlaufstelle für alle außerbörslich Kapitalsuchenden Investoren jeder Größe sein.

In den letzten zehn Jahren habe es ein starkes Wachstum im Bereich des privaten, nicht börsennotierten Marktes gegeben. Dieser Markt werde bestehen bleiben.

Das Problem von Startups ist offenkundig: Es fehlt immer wieder an Kapital, das durch strategisch geeignete Investoren eingebracht wird. In den vergangenen Jahren ist die Größe der Unternehmen, die klassisches Risikokapital benötigen, deutlich gewachsen. Enge Beziehungen zwischen Gründern und Investoren bereits in der Frühphase der Unternehmensentwicklung sind deshalb besonders wichtig.

Es handelt sich um klassisches Venture Capital. Die finanzierten Unternehmen erzielen in der Regel noch keinen Gewinn und sind oft auch weit von der Gewinnschwelle entfernt. Charakteristisch ist eine überzeugende Story in Verbindung mit starkem Wachstum.

Synergien sieht Elanjian im Hinblick auf J.P. Morgan als Full-Service-Bank. Eine skalierbare digitale Plattform in Verbindung mit der Expertise, den Daten und den Beziehungen der Bank ermöglichten eine differenzierte Positionierung auf dem Venture Capital Markt.

Was verspricht Capital Connect Gründern?

Gründern verspricht Capital Connect über ein Matchingsystem den Zugang zu potenziellen Investoren. Dabei sollen Algorithmen dabei helfen, den richtigen strategischen Partner und Investor zu finden. Unabhängig vom Matchingsystem können Startups auch eigenständig Netzwerk im suchen und dabei etwa nach Sektor, Phase, Standort und Diversitäts- und Inklusionspraktiken filtern.

Außerdem sollen Startups Zugang zu exklusiven Benchmarkdaten erhalten. Dabei soll es um Markttrends, Sektordynamiken und weitere Informationen gehen. Anwender sollen nach Branche, Zeitrahmen und Entwicklungsphase filtern und einen Einblick in die Dynamik des VC Marktes erhalten können.

Eine integrierte KI soll Anwendern dabei helfen, die Zielgruppenansprache- und Reichweite anzupassen.

Was verspricht Capital Connect Investoren?

Investoren verspricht Capital Connect Hilfe bei der Suche nach den richtigen Gründern und stark wachsen Unternehmen. Investoren sollen laut J.P. Morgan weniger Zeit mit der Suche nach dem richtigen Kontakt und mehr Zeit mit dem Kontakt an sich verbringen.

Auch Investoren sollen datengestützt Entscheidungen treffen können und dabei auf die Datenbanken und Benchmarking Tools der Plattform zurückgreifen können. Investoren können sich aktuelle VC Möglichkeiten mit wenigen Klicks anzeigen lassen.

Im Selbstportrait vertritt Capital Connect das Motto „Connections sind alles“. Der Erfolg von Unternehmen in der Frühphase hänge maßgeblich davon ab, die richtigen Leute an die richtigen Stellen zu setzen. Die Plattform wolle das „Ökosystem“ mit mehr Menschen, mehr Ideen und mehr Connections erweitern.

Venture Capital Markt kühlt ab

Der Venture Capital Markt steht vor einer Abkühlung. Dazu trägt auch die Zinswende bei, die indirekt auch Eigenkapital verteuert. Erwerben Investoren eine Beteiligung an Startups, handelt es sich dabei um Eigenkapital. Investoren haben ihre Strategie angepasst und wählen bevorzugt Startups, die bereits relativ nah an der Wirtschaftlichkeit und relativ robust sind. Die Aussicht auf das Erreichen der Gewinnschwelle ist nun wichtiger als schnelles Wachstum.

Diese Entwicklung gilt für die USA grundsätzlich genauso wie für andere Länder. Die Chefvolkswirtin der KfW, Frau Dr. Fritzi Köhler-Geib, stellte kürzlich fest:

Die Zinswende und das makroökonomische Umfeld haben die zuvor sehr gute Lage auf dem Venture Capital Markt in diesem Jahr bereits deutlich eingetrübt. Investoren und Start-ups agieren aktuell in Zeiten höherer Kapitalkosten und größerer wirtschaftlicher Unsicherheit konservativer.“

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