In Zeiten von Null- und Minuszinsen

Darum hat Gold sowohl kurzfristig, als auch langfristig noch großes Potenzial

GoldGeldWelt Redaktion - 25.10.2020

Gold ist langfristig eine gute Geldanlage, die vor allem in Zeiten von Null- und Minuszinsen eine immer attraktivere Rolle als Sicherheits-Allokation in Portfolios einnimmt. Während Gold langfristig immer mindestens die Inflation ausgleichen sollte, müssen Anleger kurzfristig jedoch mit einer gewissen Volatilität vorliebnehmen. Nachdem der Goldpreis im August die Marke von 2.000 USD pro Unze überschritten hatte, war es mit der positiven Dynamik des Edelmetalls zunächst vorbei. In den folgenden zwei Monaten sank der Preis um 4 %. Damit wurde Gold sogar vom US-Dollar abgehängt, der im gleichen Zeitraum 0,95 % zulegte.

Wer sich jetzt allerdings vom Gold abwendet, könnte einen großen Fehler begehen, denn möglicherweise stehen wir am Anfang einer goldenen Zeit. Warum? Einige Zeichen stehen auf Gold. Sowohl kurz- als auch längerfristig.

Die steigende Volatilität

Die Volatilität des Aktienmarkts ist relativ hoch. Das zeigt der 30-Tage-Vergleich der vergangenen Monate. In turbulenten Zeiten kann Gold die Gesamt-Volatilität in Portfolios ausgleichen, da Kursbewegungen des Edelmetalls in der Regel eine relativ geringe Korrelation zu der Performance anderer Assets, wie Aktien zeigen. Gold eignet sich hervorragend dazu, Vermögen in Krisenzeiten zu schützen und ein Anlage-Portfolio zu stabilisieren.

Der COVID-Faktor

Wie geht es mit der Covid-19 Pandemie weiter? Folgt der nächste Lockdown? Welche Auswirkung hätte das auf die Wirtschaft? Wird die massive Ausweitung der Geldmenge quasi aller Währungen zugleich, eine neue Phase der Inflation einläuten? Die Unsicherheit an den Märkten ist aktuell sehr groß. Der COVID-Faktor spricht für eine konservative Ausrichtung der Anleger. Gold gilt als der sichere Hafen in Krisensituationen. Gold wird seit Jahrtausenden in fast allen Kulturen als Tauschmittel akzeptiert und obwohl sie die monetäre Bedeutung von Gold gerne bestreiten, halten Zentralbanken weltweit noch immer hohe Goldbestände.

Die US-Präsidentenwahl

Die anstehende Wahl des US-Präsidenten hat ebenfalls Einfluss auf die Märkte. Wir beobachten einen höheren Volatilitätstrend, je näher die amerikanische Wahl rückt. Die Zukunftsspekulationen sind in vollem Gange. In welche Richtung wird es unter welchem Präsidenten gehen? Bei den beiden aktuellen Kandidaten könnten die politischen Unterschiede, und die damit verbundene Unsicherheit, kaum größer sein.

Der Indische Markt

Es mag angesichts der COVID-Pandemie in diesem Jahr nicht den größten Ausschlag geben, aber die indische Hochzeits- und Festivalsaison hat traditionell einen saisonalen Einfluss auf den Goldimport des Landes. Indien ist vom Volumen her mit jährlich etwa 800 Tonnen der größte Goldimporteur der Welt. Da in den kommenden Monaten die Feste von Dussehra, Diwali und die Hochzeitssaison zusammenfallen, dürfte die Kaufaktivität in Indien stark zunehmen.

Langfristige Gründe für Gold

Volatilität und Unsicherheiten der Märkte haben kurzfristig einen Effekt auf den Goldpreis. Langfristig gleichen sich solche Bewegungen jedoch oft schnell wieder aus. Obwohl die zuvor genannten Faktoren kurzfristig nicht zu unterschätzen sind, sind langfristig andere Variablen wichtiger.

Dazu gehört das Zinsniveau, denn bei Null- und Minuszinsen wird Gold in Anlageportfolios als Defensiv-Allokation eine echte Alternative zu vermeintlich risikofreien Staatsanleihen, die keine Rendite mehr bringen oder sogar Wert vernichten.

Inflation ist ebenfalls ein bedeutender Faktor. In der Corona-Krise wird die Geldpolitik der Notenbanken lockerer als je zuvor und Regierungen verschulden sich im Vergleich zum BIP tendenziell immer tiefer. Die Geldhähne werden weiter aufgedreht, um die selbst verschuldeten wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Politik ansatzweise auszugleichen. Diese Tendenz ist hochinflationär.

Nachdem die Immobilienpreise, vor allem in Metropolregionen, weltweit immer weiter steigen und sich auch die Aktienmärkte, abgesehen von temporären Rückschlägen, stetig weiter nach oben bewegen, könnten Edelmetalle und Rohstoffe nun vor einem Boom stehen, allein um einen enormen Aufholbedarf der allgemeinen Assetpreisinflation auszugleichen.

Steigender Goldkurs: Goldminenaktien als Profiteure

Bei Wirtschaftsgütern entscheiden Angebot und Nachfrage über den Preis. Das ist bei Gold grundsätzlich nicht anders, obgleich viel dafürspricht, dass der aktuelle Goldpreis eher der Preis für „Papiergold“ ist, da wahrscheinlich nur noch ein Bruchteil des gehandelten Goldes auch physisch hinterlegt ist.

Gemäß dem Word Gold Council wurden in der Geschichte bisher insgesamt knapp 200.000 Tonnen Gold gefördert. Setzt man diesen globalen Goldbestand mit einer (großzügig geschätzten) jährlichen Goldproduktion von 3.000 Tonnen ins Verhältnis, kann man eine Goldpreis-Inflation von ca. 1,5% p.a. errechnen. Diese liegt also unterhalb der Zielinflationsrate vieler Zentralbanken von 2% und deutlich unterhalb einer denkbaren Inflation, die uns aufgrund einer unablässig expansiven Geldpolitik noch erwarten könnte.

Das Minenangebot ist jedoch nicht statisch, sondern hängt stark von Investitionen in den Sektor ab. Minengesellschaften, die Gold fördern, könnten in besonderen Maße von einem steigenden Goldpreis profitieren. Goldaktien hebeln den Goldpreis und sind besonders dann eine hochinteressante Anlageform, wenn sich der überaus zyklische Markt zugunsten von Gold bewegt.

TriStar Gold mit Erfolgsprojekt in Brasilien

Einer der Gewinner könnte das kanadische Gold-Entwicklungsunternehmen TriStar Gold (TSX-V: TSG, Frankfurt: 7TG) sein, deren Entwicklung goldgeldwelt.de schon seit der Neuvorstellung im Juni 2018 mit großem Interesse verfolgt. TriStar betreibt in Brasilien das Castelo de Sonhos Goldprojekt. Eine Ressource von rund 2 Mio. Unzen Gold hat Tristar bereits nachgewiesen. Davon befinden sich 0,7 Mio. Unzen in der Kategorie Indicated und 1,3 Mio. Unzen in der Kategorie Inferred. Die erfolgten Probebohrungen im Rahmen der Vormachbarkeitsstudie lieferten eine Goldgewinnungsrate, die über den Erwartungen lag.

Aufgrund der positiven Analyseergebnisse läuft seit dem 1. Oktober ein neues Explorationsbohrprogramm. Nick Appleyard, Präsident und CEO von TriStar zeigt sich hochzufrieden: "Unser gesamtes Team ist begeistert. Die Bohrgeräte sind vor Ort, dies bedeutet, dass es für uns ein sehr arbeitsreiches viertes Quartal wird. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse der ersten Bohrungen ab November gemeldet werden."

Wer an der Aktie von TriStar Gold Interesse hat, findet diese an der kanadischen Toronto Stock Exchange (TSXV) unter dem Symbol TSG und an deutschen Börsen unter der WKN A1C2N1. Weitere Informationen gibt es auf der Unternehmenshomepage und auf goldgeldwelt.de.

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