Hoffnungsträger Nanotech

FendX Technologies: Neue Lösungen gegen resistente Keime

GoldGeldWelt Redaktion - 17.11.2023

Neue Entwicklungen in der Nanotechnologie könnte resistenten Keime schon bald in die Schranken verweisen. Die NanoTech-Forschung bringt Lösungen voran, die im menschlichen Organismus ebenso wirken wie auf Oberflächen. Ein Unternehmen will schon in einem Jahr ein vielversprechendes Produkt auf den Markt bringen.

Nanopartikel weisen antimikrobiellen Wirkstoffen den Weg

Multiresistente Keime sind ein Albtraum: Fast 1,3 Millionen Menschen auf der Welt starben 2019 einer Schätzung zufolge unmittelbar an einer Infektion mit einem antibiotikaresistenten Erreger. Bei fast fünf Millionen Todesfällen war eine solche Infektion demnach mindestens mitverantwortlich für den Tod.

So berichtet es eine internationale Expertengruppe im Fachmagazin "The Lancet". Als besonders aggressiv gelten MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus-aureus). Die Resistenz gegen Antibiotika wächst, das Risiko, durch einen Krankenhausaufenthalt mit den gefährlichen Erregern infiziert zu werden, auch.

Die Hoffnungen der Mediziner liegen auf antimikrobiellen Peptiden (AMP). Diese können Infektionen abwehren, indem sie die Zellmembran von Bakterien zerstören. AMP kommen in allen Bereichen des Lebens vor – mehr als 1.200 wurden bereits beschrieben.

Zur Abwehr multiresistenter Keime kommen synthetisch hergestellte AMP zum Einsatz. Das Problem: AMP können auch für menschliche Zellen gefährlich werden. Für dieses Problem haben Forscher nun offenbar eine Lösung gefunden.

Ein Team um Sebastian Schwaminger vom Lehrstuhl für medizinische Chemie der Med Uni Graz hat ein nanotechnologisches Transportermodul für den Wirkstoff entwickelt. Das Modul sorgt dafür, dass die AMP gezielt in die bakteriellen Zellen transportiert werden und nur dort ihre Wirkung entfalten.

Der Wirkstoff wurde mit einer supramolekularen Ureido-Pyrimidinon (UPy)-Beschichtung und zusätzlichen superparamagnetischen Eisenoxid-Nanopartikel entwickelt. "Die von uns beschriebenen Nanopartikel können durch das Eisenoxid mithilfe von Magnetismus gesteuert werden, wodurch die Medikamentenfreisetzung genau dort erfolgt, wo sie benötigt wird", erläutert Schwaminger das Verfahren.

Das Potenzial dieser nur unter dem Mikroskop sichtbaren Errungenschaft ist gewaltig. "Unsere Forschungsergebnisse könnten in absehbarer Zukunft die Art und Weise, wie wir Krankheiten behandeln, revolutionieren", glaubt der Grazer Forscher.

Aber: Die Entwicklung befindet sich noch in einem Frühstadium. Bewiesen wurde bislang nur, dass die UPy-beschichteten und mit magnetischen Eigenschaften ausgestatteten Nanopartikel das AMP wirksam binden können. Nun sind weitere Tests im Labor geplant.

NanoTech-Film tötet Keime auf Oberflächen

Deutlich näher an einem tatsächlich verfügbaren und zugelassenen Produkt liegt FendX Technologies (CSE: FNDX, WKN: A3D6WL, ISIN: CA3144601067). Das kanadische Nanotechnologie-Unternehmen hat mit „REPELWRAP“ einen Oberflächenbeschichtungsfilm entwickelt, der aufgrund seiner abweisenden Eigenschaften das Anhaften von Krankheitserregern verhindert und deren Übertragung auf kontaminationsgefährdeten Oberflächen reduziert. Entwickelt wurde REPELWRAP mittels Nanotechnologie.

FendX Technologies zufolge reduziert der Film Virustiter der mit Covid-19 in Zusammenhang stehenden Stämme um mehr als 99 %, die Übertragung von Escherichia coli um das 20-fache und die Koloniebildung von MRSA und Pseudomonas aeruginosa um mehr als 85 %.

Die Besonderheit liegt in den robusten Eigenschaften des Films. Dieser behält seine abwehrenden Eigenschaften auch unter physikalischen und mechanischen Herausforderungen.

REPELWRAP soll in Gesundheitseinrichtungen und an stark frequentierten öffentlichen Kontaktpunkten zum Einsatz kommen – und zwar zunächst auf dem nordamerikanischen Markt. Für die Produktion wurde mit Dunmore bereits ein Traditionsunternehmen mit viel Expertise in der Herstellung von Oberflächenbeschichtungen gewonnen.

Dunmore konnte die Rezeptur der REPELWRAP™-Folie an die eigene Produktionslinie anpassen und im Rahmen eines Pilotlaufs 5.000 Fuß der Folie in wenigen Minuten produzieren. Nach einem weiteren Pilotlauf will FendX einen optimierten Herstellungsprozess entwickeln und den Film unter realen Umweltbedingungen testen. Läuft alles nach Plan, ist im Herbst 2024 ein kommerzielles Produkt zur Markteinführung in Nordamerika anvisiert, was ein enormes Absatzpotenzial für FendX Technologies und seine keimresistenten Nanotech-Lösungen freisetzen würde. Wir bleiben für Sie bei dieser Wachstumsstory am Ball.

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