Technische Analyse zu Palladium

Technische Erholung nach Korrektur auf 1.800 US-Dollar

- 16.11.2022

Terminmarkt: Der aktuelle CoT-Report vom 04.11.2022

Der Terminmarkt belegte in den letzten Wochen und Monaten eine deutliche Schwäche am Palladiummarkt. Es scheint als würde die Rezession bereits auf die Automobilnachfrage und damit auf die Nachfrage nach Palladium für Benzinkatalysatoren durchschlagen. Gerade Palladium, das außer in der Automobilindustrie in anderen Industrien kaum Verwundung findet, dürfte in der kommenden starken Rezession stark underperformen, was die neuesten CoT-Daten und die Schwäche in den Daten bereits andeutet. Die CoT-Daten sprechen dafür, dass man deutliche Anstiege des Palladiumpreises nutzen sollte um wieder auf einen fallenden Preis zu setzen.

Die Terminmarktdaten für Palladium zeigen seit einem Jahr Schwäche.

Zum Jahresanfang hatten wir einen perfekten Long-Trade und kauften bei 1.850 US-Dollar, als der Palladiumpreis im Rahmen des Ukraine-Krieges aus seinem Abwärtstrend ausbrach, nachdem sich bereits im Vorfeld Stärke durch Insiderkäufe im Markt zeigte. Der folgende Preisanstieg führte Palladium auf ein neues Allzeithoch, wo wir bei 3.100 US-Dollar alle Gewinne mitnahmen und zum Verkauf rieten. In den letzten drei Monaten bot sich jedoch kein wirklich gutes Setup mehr.

Nachdem wir drei Monate auf der Seitenlinie standen und auf eine bessere Chance für einen neuen Trade warteten, hatte sich im Juli ein Setup aufgebaut, das wir für neuerliche Käufe genutzt haben. Die Ausbeute aus diesem Trade war jedoch gering und wir wurden mehrmals ausgestoppt.

In der letzten Analyse hatte ich einen bärischen Ausbruch aus dem Keil vorhergesagt, worauf der Preis auf 1.800 US-Dollar fallen sollte, was eintraf. Zuletzt wurde Palladium von der Euphorie mitgezogen, nachdem es an der Unterstützung bei 1.800 US-Dollar abprallte.

Die Risiken für einen weiteren Preisrückgang überwiegen. Womöglich gelingt es den Spekulanten noch einmal den Preis nach oben zu treiben, wenn sich der Goldpreis weiter erholen kann. Fallen die CoT-Daten dann in den Verkaufsbereich, während sich weiterhin ein Überangebot am physischen Markt zeigt, dann würde man bei höheren Preisen eine gute Chance finden, um wieder auf einen fallenden Preis zu wetten. Aufgrund der Stagflation dürfte der Palladiumpreis in den kommenden Jahren kaum an Fahrt aufnehmen können. Wird Palladium von Gold und Silber mitgezogen, dann würden wir darin eine Chance für einen erneuten Short-Trade sehen.

Der Palladiumpreis fiel auf 1.800 US-Dollar und prallte an dieser Unterstützung erst einmal ab.

Weitere relevante Beiträge zu diesen Themen finden Sie unter  CoT-ReportPalladiumPalladiumpreisRezessionRussland-Ukraine KriegPalladiummarkt  und  Edelmetall-Sektor .

GoldGeldWelt Gastautor

Markus Blaschzok, Dipl.-Betriebswirt (FH), CFTe, ist Autor eines bekannten Finanzmarktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Gold und Rohstoffe sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler und Investoren. Seit 2015 ist er zudem Chefanalyst bei der GoldSilberShop.de GmbH. Der frühe Verfechter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, der bereits 2007 seine Diplomarbeit über diese ökonomische Denkrichtung schrieb, verfolgt einen ganzheitlichen Analyseansatz.

Cashflow voraus

Cerro de Pasco Resources kriegt die Kurve und produziert 80% mehr Zink in Q3-2022

Inflation in USA unter Erwartungen

Börsen machen Satz nach oben

World Gold Council

Zentralbanken und Privatanleger kaufen mehr Gold

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte

Die hier angebotene Berichterstattung stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung von Wertpapieren dar und ist weder explizit noch implizit als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Munsch International LTD und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Berichterstattung dient ausschließlich der Leserinformation und stellt zu keinem Zeitpunkt eine Handlungsaufforderung dar. Zwischen der Munsch International LTD und den Lesern der von ihr veröffentlichten Artikel entsteht keinerlei Beratungsverhältnis. Die Berichterstattung bezieht sich lediglich auf die jeweils genannten Unternehmen, nicht aber auf eine individuelle Anlageentscheidung. Laut §34b WpHG möchten wir darauf hinweisen, dass Partner, Autoren, Mitarbeiter und sonstige Bekannte der Munsch International LTD Wertpapiere der jeweils angesprochenen Unternehmen halten können und den Handel mit diesen Wertpapieren beabsichtigen, wodurch ein Interessenskonflikt bestehen kann. Ferner kann zwischen den hier erwähnten Unternehmen und der Munsch International LTD ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen oder bestanden haben, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt besteht. Da wir zu keinem Zeitpunkt ausschließen können, dass auch andere, Medien, Research- und Börseninformationsdienste die von uns erwähnten Werte im gleichen Zeitraum besprechen, kann es zu einer symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Eine Veränderung, Verwendung oder Reproduktion dieser Publikation ohne eine vorherige schriftliche Zustimmung von der Munsch International LTD ist untersagt. Bitte lesen Sie auch unsere vollständigen AGB und Disclaimer.

Top informiert, clever investiert

Über 150.000 Leser kennen GoldGeldWelt. Erhalten Sie kostenfrei die neusten Artikel aus der Redaktion und zeitkritische Informationen zu Aktien unserer Watchlist.

Durch Klick auf die Schaltfläche erklären Sie sich mit unseren AGB und Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Folgen Sie uns auf Social Media
Gewinnrückgang erwartet

Stoppt die Berichtssaison die Rallye am Aktienmarkt?

Welche Kryptobörsen sind sicher und günstig?

Die 10 größten Kryptobörsen

In Gold anlegen: Warum Privatanleger nun Gold kaufen sollten

Investmentchance Wasserstoff

Die Zukunftstechnologie im Fokus der Geldanlage. Lernen Sie in diesem exklusiven Spezialreport verblüffende Fakten zu Wasserstoff und erfahren Sie in welche 16 TOP Aktien Sie clever investieren können:

Hier eBook als PDF downloaden