Wichtige Kennzahlen im Vergleich

Tesla hängt VW bei produktiven Kennzahlen hinterher

GoldGeldWelt Redaktion - 01.11.2021

Der US-Autobauer Tesla ist bekannt für das setzen neuer Maßstäbe. Der deutsche Volkswagenkonzern hinkt hier in vielerlei Hinsicht hinterher. Das zeigen auch wichtige Kennzahlen der beiden Unternehmen im Vergleich.

Am 28. Oktober hat der Volkswagenkonzern (WKN: 766403; ISIN: DE0007664039) seine Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der weltweite Chipmangel setzte dem Unternehmen gerade bei den Volumenmarken Volkswagen, Seat und Skoda sehr zu und trieb diese in die negativen Zahlen. Die Quartalszahlen trieben die Volkswagen-Aktie bis zum Mittag zu einem Kursverlust von rund 3 Prozent.

Der Absatz bei VW brach von Juli bis September bei VW um satte 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Dies ist weitestgehend dem Halbleitermangel geschuldet. Dabei verringerte sich der Umsatz weitaus weniger schlimm im Vergleichszeitraum um 4,1 Prozent auf knapp 57 Milliarden Euro. Zurückzuführen ist das darauf, dass VW die knappen Chips den Premiumtöchtern Porsche und Audi zuschiebt. Hier lässt sich eher eine gute Rendite erzielen.

Der operative Gewinn lag bei 2,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von über 18 Prozent. Die operative Marge lag lediglich bei mageren 4,6 Prozent.

Die Ergebnisse aus dem dritten Quartal zeigen, dass VW eine Optimierung der Produktivität im Volumenbereich nun deutlich vorantreiben müsse, so VW-Chef Herbert Diess.

In Sachen Produktivität hat der US-amerikanische Konzern Tesla (NASDAQ: TSLA) im Vergleich der Zahlen Volkswagen bereits überholt.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte der US- Autobauer eine operative Marge von 10,8 Prozent. Im Vergleich hierzu kam VW auf 7,5 Prozent, sogar die Premiumtochter Audi konnte mit 9,6 Prozent nicht mit dem Tesla-Wert mithalten. Im dritten Quartal wird dieser Unterschied noch deutlicher.

Tesla erzielte aus einem eingesetzten Kapital von 23,7 Milliarden US-Dollar ein operatives Vorzeigeergebnis von 2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer annualisierten Kapitalrendite von 33,8 Prozent. Volkswagen kann hier mit einem Wert von 6,6 Prozent kaum mithalten.

Beim Umsatz pro Mitarbeiter erzielte jeder Tesla-Mitarbeiter im vergangenen Quartal einen Umsatz von etwa 165.300 US-Dollar. Mit einem durchschnittlichen Umsatz von 84.400 US-Dollar pro Mitarbeiter ist die Volkswagenbelegschaft knapp halb so effizient.

Tesla ist im Umgang mit seinem Vermögen und der Belegschaft wesentlich effizienter als Volkswagen. Dadurch lässt sich auch mehr Gewinn erzielen.

Allerdings bietet die Automobilbranche von morgen mannigfaltige Umsatz- und Gewinnpotentiale, die es bisher noch nicht gab oder gibt. Zum Beispiel im Bereich Software. Grundlegend gibt es für Volkswagen keine Hindernisse das Produktivitätsniveau von Tesla zu erreichen. Jedoch könnte es gerade in Sachen Mitarbeitereffizienz ein langer Kraftakt werden, wie aktuelle Auseinandersetzungen zwischen Volkswagen CEO Diess und dem Betriebsrat zeigen. Der Chef scheint zudem ein Gespür für den Wandel und dessen Dringlichkeit zu besitzen. Eine gute Voraussetzung um Potentiale künftig besser und effizienter zu nutzen.

Gelingt es dem deutschen Traditionsautobauer seine Kennzahlen auf Vordermann zu bringen, wird sich das mit Sicherheit auch im Aktienkurs des Konzerns widerspiegeln.

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