Ab in den Urlaub

Viel Potenzial bei Tourismus-Aktien wie Booking, Lufthansa, Airbnb und Trainline

GoldGeldWelt Redaktion - 13.04.2022

Trotz Inzidenzzahlen auf Rekordniveau bleibt die Hospitalisierungsrate niedrig. Die vorherrschende Omikron-Varianten sorgt für Entspannung und in immer mehr Ländern werden Corona-Maßnahmen erheblich gelockert. Besonders die Tourismus-Branche dürfte davon profitieren, da Reisebeschränkungen inklusive Quarantänebestimmungen ebenfalls gelockert werden und das Fernweh nach zwei Jahren Pandemie hoch ist. Insbesondere 2020 litt die Tourismusbranche und der internationale Reiseverkehr schrumpfte nach Zahlen der Welttourismusorganisation um76 %. 2021 sorgte für etwas Erholung, doch das Vorpandemieniveau wurde noch nicht erreicht. Für Anleger gibt es so noch viel Potenzial bei Tourismus-Aktien, um von den weiteren Lockerungen zu profitieren. Die Kurse der folgenden Unternehmen könnte sich daher jetzt entsprechend positiv entwickeln.  

Booking Holdings (WKN: A2JEXP ISIN: US09857L1089)

Booking Holdings ist der weltweit führende Online-Anbieter von Reisen und damit verbundenen Dienstleistungen und operiert mit lokalen Partnern in mehr als 220 Ländern. Während das Unternehmen 2019 noch einen Gewinn von 96,4 Milliarden durch Reisebuchungen einnahm, waren es im ersten Coronajahr 2020 nur noch 35,4 Milliarden. 2021 stieg dieser zwar bereits wieder auf 76,6 Milliarden, doch es bleibt noch viel Luft nach oben. Der Aktienkurs hingegen brach zwar mit dem Ausbruch der Pandemie ein, erreichte aber bereits im Februar 2021 einen neuen Höchstwert. Die weiteren Lockerungen könnten dem Aktienkurs noch zusätzlich Antrieb geben.   

Lufthansa Group (WKN: 823212 ISIN: DE0008232125)

Wenig rosig sieht es noch für Deutschlands Vorzeigefluggesellschaft aus, doch auch das könnte sich bald ändern. Der Luftverkehrskonzern musste 2020 einen Verlust von EUR 6,725 Millionen verkraften und blieb auch 2021 mit einem Geschäftsergebnis von EUR - 2,191 Millionen in den roten Zahlen. Aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Pandemie will man zwar von Unternehmensseite her keinen detaillierten Ausblick für 2022 wagen, doch Vorstandschef Carsten Spohr zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind sehr sicher, dass der Luftverkehr in diesem Jahr einen starken Aufschwung erleben wird. Jetzt lassen wir die Krise mental und – angesichts der starken Buchungszahlen in diesem Jahr – auch geschäftlich hinter uns.“ Im Sommer will die Lufthansa Group, zu der auch Eurowings, Australian Airlines und Swiss gehören bereits wieder 85% der Vorkrisen-Kapazität anbieten. Das Wertpapier könnte ein Paradebeispiel für das Potenzial bei Tourismus -Aktien sein. Der Kurs hat sich seit dem Coronaeinbruch 2020 kaum erholt und Investoren könnten jetzt von einem Bounce-Back-Effekt profitieren.

 Airbnb (WKN: A2QG35 ISIN: US0090661010)

Wachstum, Wachstum, Wachstum und kein Ende in Sicht. Was 2007 mit drei Luftmatratzen in einer Dreizimmerwohnung seinen Anfang nahm, ist heute ein in 220 Ländern der Welt erfolgreiches Geschäftsmodell. Rund vier Millionen Gastgeber stellen dabei in über 100.000 Städten Unterkünfte zur Verfügung.  Zwar brachen die Buchungszahlen auf der Plattform 2020 ein, doch das Jahr 2021 verlief positiver als erwartet. Mit der Pandemie wurden immer mehr Arbeitnehmern von der Office-Pflicht befreit. Tausende von Menschen zog es in andere Städte, wo sie aus in einer Airbnb-Unterkunft arbeiteten. Die Langzeitbuchungen steigen so in unverhoffte Höhen. Fast 175.000 Menschen reservierten bei Airbnb eine Unterkunft für drei Monate oder länger. Obwohl 2021 immer noch ein Pandemiejahr war, wurde es das erfolgreichste Jahr der noch jungen Unternehmensgeschichte mit einem Umsatz der 2019 um 25 % überstieg. Mit den zunehmenden Lockerungen und der zu erwartenden Reiselust dürfte 2022 noch erfolgreicher werden. Airbnb dürfte Anlegern so viel Potenzial bei Tourismus-Aktien bescheren.

Trainline (WKN: A2PMMM ISIN: GB00BKDTK925)

Trainline ist die weltweit führende unabhängige Plattform für Bahn- und Busreisen, die Tickets an Millionen von Kunden weltweit verkauft. Die Plattform dient dabei für den Nutzer als zentrale Anlaufstelle auch um komplexere Reiserouten mit verschiedenen Tarifen unterschiedlicher Bahn- und Busfahrunternehmen zu planen. Während 2019 noch 3,727 Milliarden Tickets über die Plattform verkauft wurden, waren es 2020 nur noch 783 Millionen. 2021 waren es immerhin schon wieder 1,812 Milliarden und auch die Aktie erreichte fast schon das Vorpandemieniveau. Doch dann kam Omikron und die Zahlen im letzten Quartal brachen gemeinsam mit dem Aktienkurs wieder ein. Das vergangene Jahr zeigt somit schon, dass viel Potenzial in Tourismus-Aktien von Trainline steckt. Anleger dürften somit hoffen, dass es jetzt erneut wieder aufwärts geht.     

Viel Potenzial in Tourismusaktien, aber auch Risiken

Trotz der Aufbruchsstimmung in der Tourismusbranche lauern auch in diesem Jahr einige Gefahren für die Branche. Zum einen ist mit Omikron die Pandemie noch nicht vorbei und die Gefahr einer Mutation schwebt wie ein Damoklesschwert über der Branche. Zusätzlich drückt der Krieg in der Ukraine auf die Stimmung. Fluglinien müssen das Kriegsgebiet und Russland weiträumig umfliegen und die Entwicklung des Ölpreises, insbesondere im Falle eines Embargos, könnte das Reisen für viele unerschwinglich machen. Somit bieten Tourismus-Aktien zwar viel Potenzial, aber keine Garantie zum Gelddrucken.

 

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