Seit seinen Anfängen in 2009 umstritten

Bitcoin-Verbot: In diesen Ländern sind Kryptowährungen eingeschränkt oder illegal

GoldGeldWelt Redaktion - 26.11.2021

Bitcoin ist seit seinen Anfängen im Jahr 2009 umstritten, ebenso wie die nachfolgenden Kryptowährungen, die in seinem Kielwasser entstanden sind. Obwohl Bitcoin wegen seiner Volatilität, seiner Verwendung für ruchlose Transaktionen und des exorbitanten Stromverbrauchs für das Mining weithin kritisiert wird, wird er von einigen, insbesondere in den Entwicklungsländern, als sicherer Hafen in wirtschaftlichen Stürmen gesehen. Da sich jedoch immer mehr Menschen Kryptowährungen als Investition oder Lebensunterhalt zuwenden, haben sich diese Probleme in einer Reihe von Beschränkungen für ihre Verwendung niedergeschlagen. Der rechtliche Status von Bitcoin und anderen Altcoins (alternativen Münzen zu Bitcoin) ist von Land zu Land sehr unterschiedlich, und in einigen Ländern ist die Beziehung noch nicht genau definiert oder ändert sich ständig. Während in den meisten Ländern die Verwendung von Bitcoin selbst nicht illegal ist, variiert sein Status als Zahlungsmittel oder als Ware mit unterschiedlichen rechtlichen Auswirkungen. Einige Länder haben die Verwendung von Bitcoin eingeschränkt, indem sie ihren Kunden verboten haben, Kryptowährungstransaktionen durchzuführen. Andere Länder haben die Verwendung von Bitcoin und Kryptowährungen gänzlich verboten und verhängen schwere Strafen für alle, die Kryptotransaktionen durchführen. Dies sind die Länder, die eine besonders angespannte Beziehung zu Bitcoin und anderen Altcoins haben.

Algerien

Algerien verbietet derzeit die Verwendung von Kryptowährungen nach der Verabschiedung eines Finanzgesetzes im Jahr 2018, das es illegal macht, virtuelle Währungen zu kaufen, zu verkaufen, zu verwenden oder zu halten.

Bolivien

In Bolivien besteht seit 2014 ein vollständiges Verbot der Verwendung von Bitcoin. Die bolivianische Zentralbank hat eine Resolution erlassen, die Bitcoin und jede andere Währung, die nicht von einem Land oder einer Wirtschaftszone reguliert wird, verbietet.

China

China ist im Jahr 2021 mit zunehmender Intensität gegen Kryptowährungen vorgegangen. Chinesische Beamte haben die Bevölkerung wiederholt gewarnt, sich vom Markt für digitale Vermögenswerte fernzuhalten, und sind hart gegen das Mining im Land sowie gegen Devisenbörsen in China und im Ausland vorgegangen. Am 27. August bezeichnete Yin Youping, der stellvertretende Direktor des Büros für den Schutz der finanziellen Verbraucherrechte der People's Bank of China (PBoC), Kryptowährungen als spekulative Vermögenswerte und warnte die Menschen, "ihre Taschen zu schützen". Die Bemühungen, Bitcoin - eine dezentralisierte Währung, die sich der Kontrolle von Regierungen und Institutionen entzieht - zu untergraben, werden weitgehend als Versuch der chinesischen Behörden angesehen, ihre eigene E-Währung in Umlauf zu bringen. Die PBoC möchte als eine der ersten großen Zentralbanken der Welt eine eigene digitale Währung einführen und wäre damit in der Lage, die Transaktionen ihrer Bürger genauer zu überwachen. Am 24. September ging die PBoC noch einen Schritt weiter und verbot den Handel mit Kryptowährungen im Lande.

Kolumbien

In Kolumbien ist es Finanzinstituten nicht gestattet, Bitcoin-Transaktionen zu ermöglichen. Die Superintendencia Financiera warnte Finanzinstitute im Jahr 2014, dass sie "keine Geschäfte mit virtuellem Geld schützen, investieren, vermitteln oder verwalten" dürfen.

Ägypten

Ägyptens Dar al-Ifta, das wichtigste islamische Beratungsgremium des Landes, gab 2018 ein religiöses Dekret heraus, in dem Bitcoin-Transaktionen als "haram" eingestuft wurden, also als etwas, das nach islamischem Recht verboten ist. Die ägyptischen Bankgesetze wurden im September 2020 verschärft, um den Handel mit oder die Förderung von Kryptowährungen ohne eine Lizenz der Zentralbank zu verhindern.

Indonesien

Die Bank Indonesia, die Zentralbank des Landes, hat neue Vorschriften erlassen, die die Verwendung von Kryptowährungen, einschließlich Bitcoin, als Zahlungsmittel ab dem 1. Januar 2018 verbieten.

Iran

Bitcoin hat eine komplexe Beziehung mit dem iranischen Regime. Um den schlimmsten Auswirkungen der lähmenden Wirtschaftssanktionen zu entgehen, hat sich der Iran stattdessen der lukrativen Praxis des Bitcoin-Minings zugewandt, um Importe zu finanzieren. Während die Zentralbank den Handel mit im Ausland geschürften Kryptowährungen verbietet, hat sie das Bitcoin-Mining im Land durch Anreize gefördert. Etwa 4,5 Prozent des weltweiten Bitcoin-Minings findet im Iran statt, was laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic zu einem Umsatz von über 1 Milliarde Dollar (843 Millionen Euro) führen könnte. Damit die Kryptoindustrie florieren kann, hat der Iran lizenzierten Minern billige Energie angeboten, verlangt aber, dass alle geschürften Kryptos an die Zentralbank verkauft werden. Das nicht lizenzierte Mining entzieht dem nationalen Stromnetz jedoch täglich mehr als 2 GW, was zu Stromengpässen führt. Aus diesem Grund haben die iranischen Behörden ein viermonatiges Verbot des Bitcoin-Minings bis zum 22. September erlassen.

Indien

Indien wird zunehmend feindseliger gegenüber Kryptowährungen. Am 23. November kündigte die Regierung ihre Absicht an, dem indischen Parlament einen neuen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Einführung einer neuen, von der Zentralbank gestützten digitalen Währung sowie das Verbot fast aller Kryptowährungen vorsieht.

Russland

Kryptowährungen sind in Russland zwar nicht verboten, aber es wird ein ständiger Konflikt gegen ihre Verwendung geführt. Russland verabschiedete im Juli 2020 seine ersten Gesetze zur Regulierung von Kryptowährungen, die erstmals Kryptowährungen als steuerpflichtiges Eigentum bezeichneten. Das Gesetz, das im Januar dieses Jahres in Kraft trat, verbietet auch russischen Beamten den Besitz von Krypto-Vermögenswerten. Der russische Präsident Wladimir Putin hat Kryptowährungen wiederholt mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht und dazu aufgerufen, insbesondere grenzüberschreitende Kryptotransaktionen genauer zu beobachten.

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